internationales kinderfest 2018

bunt - fröhlich - bewegt

Bronzene Taube als Symbol für den Frieden auf der Welt

Das 16. Internationale Kinderfest in Buer erwies sich auch in diesem Jahr wieder als Anziehungspunkt für den ganzen Ort und darüber hinaus. Viele Akteure hatten wieder gemeinsam ins Rad gegriffen und boten ein vielfältiges bewegtes Angebot auf dem Gelände der Lindenschule

Traditionell stehen an diesem Tag die Kinder im Vordergrund, und so wurden alle Gastredner auch von Kindern auf die Bühne begleitet. Schulleiterin Angelika Grobe nahm Bezug zum Motto „Frieden“ des diesjährigen Festes und freute sich über die erstmalige Teilnahme der Initiative „UN Friedenstaube“. 

Temel Özkök als Vertreter einer der Veranstalter des Kinderfestes hatte für seine Begrüßungsworte seine kleine Tochter mit auf die Bühne geholt. Er war als neuer Vorsitzender des Türkischen Elternvereins e.V. zum ersten Mal als Mitverantwortlicher für das Kinderfest dabei. Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden und den zahlreichen Gruppen, die zum Gelingen dieses interkulturellen Festes beitragen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Melle, Christina Tiemann, bezeichnete das Kinderfest alsein gelebtes Beispiel für Integration und Toleranz. Der Integrationsbeauftragte des Landkreises Osnabrück, Werner Hülsmann, betonte, dass Buer mit seinem Arbeitskreis „Buer Integrativ“ ein Vorbild aktiv gelebter Integration sei. Immer wieder werde die Vielfalt der in Buer lebenden Menschen einbezogen, alle Gruppen gehörten dazu und gestalteten solch ein buntes, lebendiges Fest. 

Nach der Begrüßung sang der Kinderchor Buer entsprechend dem diesjährigen Motto „Frieden“ das Lied „Die Taube findet ihren Weg“ von Martin Igelmann, dem Schulleiter der Stüveschule Osnabrück. Dieser war auch selbst vor Ort und brachte zum Kinderfest eine bronzene Taube mit.  Bei dieser Taube handele es sich um die allererste, die der Künstler Richard Hillinger aus Landshut für die Initiative „UN-Friedenstaube“ geschaffen habe. Insgesamt 30 dieser Bronzeskulpturen sind seit 2008 als Friedenssymbol um die Welt geflogen und besuchten Politiker und Prominente aus allen Ländern. Diese Taube war schon in Amerika, bei Angela Merkel und in vielen weiteren Ländern.  Sie soll symbolisch Frieden stiften.  Da die erste Taube immer noch unterwegs ist, habe der Künstler der Initiative eine Ersatztaube zur Verfügung gestellt. 

 

 

Anschließend öffnete Hausmeister Jens Hoffmann einen Verschlag und ließ einige „schuleigene“ Tauben als Symbol für den Frieden am heutigen Kinderfest in den Himmel fliegen – ein besonderer Moment.


 

 

Unter fachkundiger Moderation der Schülerinnen Betül Bagsiz und Süheda Catal startete dann das bunte Bühnenprogramm mit vielen Höhepunkten:  mitreißende Tanzbeiträge gab es von den professionell vorbereiteten TurboGirls, einer Tanzgruppe des Jugendwagons, von der Kindertanzgruppe des SuS Buer und der Tanzwerkstatt der Lindenschule. Alle brachten Bewegung und Schwung in die Besuchergruppe, nicht wenige ließen sich anstecken.

 

Zwischendrin zeigten Kinder Theateraufführungen auf Deutsch und Türkisch oder trugen Gedichte vor. Musikalische Beiträge kamen von den Kindern des Kinderhauses Buer, Schülerinnen der Lindenschule trugen polnische Volksmusik vor, der Kinderchor Buer begeisterte mit vier Liedern, es gab Geigen- und Blockflötenvorträge von Kindern der Grundschule, den Auftritt einer Trommel- und einer Klavier- & Keyboardgruppe. Die Schulband der Oberschule beeindruckte durch eine gut aufeinander abgestimmte Band und ausdrucksstarke Stimmen.  

Für ein buntes Treiben auf dem Schulgelände sorgten zahlreiche Akteure, wie z.B. die Mitmachstände vom Martini-Kindergarten und des Kinderhauses. Bei Polizeihauptkommissarin Stefanie Duhme konnten die Kinder mit speziellen Dreirädern, die sich durch Gewichtsverlagerung steuern lassen, ihre Fahr-Geschicklichkeit testen. Es gab kostenlose Kutsch- und Treckerfahrten durch Buer mit den Mitgliedern des Traktorenvereins Meesdorf. Auch bei der Jugendwehrwehr Buer herrschte großer Andrang und die Kinder konnten ihre Zielgenauigkeit beim Treffen von Kegeln mit dem Wasserschlauch testen. Viele Kinder kletterten in die bereitgestellten Einsatzfahrzeuge und ließen sich die Funktionsweise erklären. „Das ist auch eine tolle Gelegenheit für uns, den Kindern die Arbeit unserer Jugendfeuerwehr mit den vielen Möglichkeiten vorzustellen. Auch im letzten Jahr hatten wir nach dem Kinderfest wieder neue Anmeldungen“, freute sich das Team der Jugendfeuerwehr über das große Interesse. 

 

Auf dem großen Gelände der Lindenschule tummelten sich viele Kinder bei Ballspielen und auf der Hüpfburg des SuS Buer. Auch der gemeinsame Bücherflohmarkt des Leseclubs und der Ortsbibliothek war gut besucht. Handgefertigte Kunstwerke, Tücher und Schmuck aus Afrika bot wie in jedem Jahr der Kenia-Verein der Lindenschule an. Der Stand zum Kinderschminken war pausenlos umlagert. Dagmar Feller und Mesut Yilmaz zauberten den Kindern mit viel Geduld und Geschick glitzernde Schmetterlinge, Blumen, Tiger oder Vampire ins Gesicht. 

Natürlich durften auch die vielen leckeren Köstlichkeiten nicht fehlen: traditionelle polnische und türkische Gerichte, Torten und Obstkuchen, heiße Waffeln, Döner, Lahmacun und auch Pommes - für jeden Geschmack war etwas dabei. 

 

„Auch in diesem Jahr ist uns wieder ein fröhliches buntes gemeinsames Fest für alle Kinder gelungen“, freuten sich besonders Annegret Tepe als Haupt-Organisatorin, Uschi Thöle-Ehlhardt vom Team des Jugendwagons und Temel Özkök als Vorsitzender des Türkischen Elternvereins. „Hier wird immer wieder deutlich, wie wichtig die gemeinsame Arbeit im Arbeitskreis Buer integrativ ist, und wie gut und problemlos sie funktioniert – ein schönes Fest mit Spaß und Freude für alle.“

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