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Wirtschaft und Beruf


Ein Produkt des Unterrichts: Der Lese-hafen in der neuen Ortsbibliothek

 

Ein Teil der Einrichtung unserer neuen Ortsbibliothek, die sich ja nun in den Räumen der Schule befindet, ist mit Schülern unter Leitung unseres (jetzt leider pensionierten) Werk- und Technik-Lehrers Herrn Simmich gebaut worden. Uns von der Schülerzeitungs-Redaktion hat es interessiert, wie solch ein Projekt eigentlich entsteht und wie es dann mit Schülern umgesetzt wird.

 

Also haben wir Herrn Simmich kurzerhand bei der Eröffnung der Bibliothek abgefangen und ihn zu einem Interview in unsere Schülerzeitungs-AG genötigt ..(/#

Er hatte eine Menge zu erzählen – und das macht er immer noch so begeistert, dass wir gerne zugehört haben - und hier nur eine kleine Zusammenfassung präsentieren.

Herr Simmich wurde von der Schulleitung gefragt, ob er sich vorstellen kann, sich mit Schülern an der Einrichtung der neuen Ortsbibliothek zu beteiligen – das hatte wohl Frau Grobe „großzügig“ der Stadtverwaltung angeboten. Dass das knapp werden würde mit der Zeit, das war klar. Aber natürlich nimmt Herr Simmich solche Herausforderungen an.

„Ich habe mir die Schüler aus den Klassen 7-10 geschnappt, die im Werk-Unterricht mit den Aufgaben fertig waren. Mit denen haben wir Kataloge aus der  Holzindustrie durchgeblättert. Aus den Katalogen hat uns aber nichts so richtig gefallen - also haben wir Ideen gesammelt. Die wurden dann natürlich auch mit Frau Koop von der Stadt-Bibliothek abgesprochen.“

 

Die Schüler hatten sehr kreative Ideen - sie kamen z.B mit Vorschlägen wie einer Lese-Burg, ein Schiffs-Nachbau und weiteren. Sie haben sich dann gemeinsam für die „Hafenanlage“ entschieden.

„Da konnten wir einzelne Elemente und verschiedene Details planen – und diese ganzen Ideen dann zusammenfügen zu einem Projekt. Mit der Idee eines Hafens verbindet man ja auch Gedanken wie Fernweh, Phantasie, die Gedanken in die Ferne schweifen lassen, ferne Länder, Abenteuer – und auch diese Aspekte waren uns wichtig, weil es ja um das Thema ‚Lesen’ geht – das hat ja auch mit diesen Gedanken zu tun, mit Kreativität und Phantasie.“

Als die Idee geboren war, ging’s an die Arbeit – zum Beschaffen von Material blieb keine Zeit, also wurde auf das zurückgegriffen, was vorhanden war – auch das eine Herausforderung. Gearbeitet wurde in Teams, je nach Anspruch und Schwierigkeitsgrad konnten die Schüler sich einbringen. Bei der Arbeit kamen den Schülern dann noch schöne Ideen für Detail, wie z.B. der Leuchtturm oder der Anker – und je mehr sie sahen, was aus ihrer Arbeit entstand, desto mehr Wert legten sie auf solche Details und die sorgfältige Arbeit.

„Kreativität ist eine Grundvoraussetzung für Lernen. Kreative Menschen entwickeln Ideen, finden Lösungen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir im Unterricht etwas Praktisches machen, etwas herstellen, wo die Schüler sich aktiv einbringen können, wo sie aber auch etwas leisten müssen. Schüler sind stolz darauf, wenn sie etwas selber hergestellt haben, etwas, das Bestand hat und auch nach Jahren noch sichtbar ist. Auch wenn es manchmal mühevoll ist – und wenn endloses Schleifen von Holzteilen auch nicht immer wirklich Spaß macht – aber das gehört dazu, da muss man auch mal durchhalten.“

„Die Schüler, die diesen ‚Lese-Hafen’ mit mir gebaut haben, die können richtig stolz auf sich sein.“

 

Das ganze Projekt ist übrigens in nur gut 4 Wochen entstanden – und das hat nur geklappt, weil die Teams im Werkunterricht so klasse miteinander gearbeitet haben – das Ergebnis ist der „Hingucker“ in unserer Orts-Bibliothek – und wird alle Beteiligten sicherlich auch in vielen Jahren noch stolz machen.

Als wir dann mit Herrn Simmich einen Platz für ein gemeinsames Foto gesucht haben, ist uns erst aufgefallen, wie viele „Werkstücke“ in unserer Schule und auf dem Schulhof vorhanden sind, die unter seiner Leitung im Unterricht entstanden sind – teilweise schon über 20 Jahre alt – an viele dieser Werke und an Herrn Simmich werden sich sicherlich noch einige „Ehemalige“ unserer Schule gerne erinnern ...)#

Wir können uns vorstellen, dass auch noch in vielen Haushalten Werkstücke aus dem Unterricht mit ihm in Gebrauch sind – sein „Salat-Besteck“ ist generations-übergreifend bekannt, haben wir uns sagen lassen.

Jürgen Simmich hat uns und auch unserem Ort mit dem „Lese-Hafen“ ein wertvolles Werk-Stück und viele gute Erinnerungen überlassen – großes DANKESCHÖN!

 

 

Lisa, Franzi, Zekiye und Yesim (Redaktion der Schülerzeitung "Watch out!")


Schüler aktiv bei der Einweihung der Ortsbibliothek

 

Herr Isensee, der bei uns in der Schule ja bekanntlich den Hauswirtschaftbereich gerne und kreativ gestaltet, hat natürlich wie fast immer, wenn wir Besuch bekommen, kleine Leckereien gezaubert (# .....mit Schülerinnen und Schülern natürlich, die waren leider aber fast alle schon weg, als wir Fotos gemacht haben.....

 

 

Welche Rezepte haben sie gemacht?

 

 

„Wir haben drei Sorten Muffins gemacht (Zitrone, Giotto, Double-Chocolate), dann noch Lachs-Meerrettich- und Schinkenröllchen und Käseschnecken.

Daran war die ‚AG Frühstück’ beteiligt – die haben das toll gemacht!"