Der Fachbereich

Wirtschaft und Beruf


generationenwerkstatt mit der fa. Neuero

Am 18. April fand der Auftakt der nunmehr dritten "Generationenwerkstatt" bei dem Unternehmen "NEUERO - Farm- und Fördertechnik" in Buer statt. Dazu war der Initiator dieser Initiative und Vorstand der Ursachenstiftung, Herr Johannes Rahe angereist, der gemeinsam mit Unternehmenschef Markus Hemmen die Gäste begrüßte: die teilnehmenden Schüler, deren Eltern, Birgit Meyer von der Schulleitung und Nicole Dellbrügger als Vertreterin des Fachbereichs Arbeit/Wirtschaft von Seiten der Schule, sowie auch Schülerinnen aus der Redaktion der Schülerzeitung.

Die teilnehmen Schüler werden über 10 Wochen im Unternehmen einen sog. "Vorreiniger" aus dem Jahr 1968 zerlegen und unter fachmännischer Anleitung von Gerd Wilsmann, der für diesen Zweck vom Unternehmen freigestellt wird, komplett neu montieren.

Gerd Wilsmann zeigte sich begeistert von der Idee, jungen Menschen direkt im Betrieb den Alltag von Produktionsprozessen vermitteln zu können und sie fachlich zu begleiten: "So können sie direkt in der Arbeitswelt wertvolle Erfahrungen sammeln, Arbeitsprozesse im Kontakt mit Kollegen kennenlernen, und sind vielleicht dann für eine Ausbildung und Tätigkeiten in den Betrieben zu motivieren. Es gibt ja eine vielfältige Tätigkeitspalette in Unternehmen wie dem unseren."

Eine Betriebsbesichtigung der weitläufigen Produktionshallen mit den verschiedenen Fertigungsabteilungen rundete den Termin ab und brachte viele Eindrücke und Informationen.

Ein ausführlicher Bericht folgt - auch in der Schülerzeitung "Watch out".

Wir sagen zunächst einmal herzlichen Dank an Herrn Rahe als Initiator der Generationenwerkstatt und das Team der Fa. NEUERO für die Unterstützung unserer Schüler.


generationenwerkstatt mit der FA. Thoma holzbau

Foto: Norbert Wiegand
Foto: Norbert Wiegand

GenerationenWerkstatt – die Präsentation

 

Am Freitag, den 9. September 2016 traf sich in den frühen Abendstunden eine kleine Runde von Personen in den Räumlichkeiten von Thoma Holzausbau am Nordring. Darunter waren neben den Inhabern Herr und Frau Pawlowski, Herr Rahe und Frau Beineke, als Gründer und Vertreter der Ursachenstiftung, drei Schüler der Lindenschule (Justin Bächstädt, Justin Kuhlmann und Lars Seelhöfer) mit familiärem Anhang, Frau Grobe, Frau Meyer und Frau Adam von der Lindenschule, Herr Finke-Gröne und Herr Bredenförder als Vertreter des Wirtschaftsforums Buer und ganz wichtig der Senior des Unternehmens, der Unruheständler Günter Pawlowski. Sogar die Presse war zugegen.

 

Was war da los?

Die erste GenerationenWerkstatt an der Lindenschule Buer wurde erfolgreich abgeschlossen und die Schüler konnten stolz ihr gefertigtes Produkt präsentieren.

Im vergangenen Halbjahr bauten die drei jungen Männer gemeinsam mit dem Senior G. Pawlowski überwiegend in Handarbeit zwei stabile Bänke. Dazu erschienen die drei regelmäßig jede Woche für zwei Stunden im Betrieb. Neben der Holzbearbeitung (hobeln, sägen, lackieren,…) wurden auch Verbindungstechniken gelernt und angewendet. So sind die Füße der Bänke mit Zapfen versehen und nicht geschraubt. „Das Stemmen der Löcher und die Fertigung der Zapfen ist gar nicht so leicht“, verrät der Senior schmunzelnd. Die Schüler sind froh sich für dieses Projekt gemeldet zu haben, da sie vieles lernen und ausprobieren konnten. Mit Herrn Pawlowski hatten sie auch einen echten Profi an der Seite, der gerne mit Rat  und Tat zur Seite stand. Vielleicht hat es auch dem einen oder anderen bei seiner Entscheidung für den späteren Beruf geholfen.

Neben der Anerkennung durch die vielen Probesitzer erhielten die drei ein Zertifikat, das sich sicherlich gut in der Bewerbungsmappe macht.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Familie Pawlowski für die Zusammenarbeit.

 Was für ein gelungenes Projekt!

Birgit Meyer

GenerationenWerkstatt – was ist das?

Die Jungen lernen von den Alten

Schüler des 8. Jahrgangs besuchen in einer Kleingruppe von maximal 5 Leuten einen handwerklichen Betrieb und bearbeiten dort gemeinsam mit einem (ehemaligen) Firmenangehörigen ein Projekt. Im Handbuch der Generationenwerkstatt, das Sie unter www.ursachenstiftung.de/projekte/generationenwerkstatt/ ansehen können, heißt es dazu:

„Drei Generationen kommen in diesem Projekt zusammen und profitieren voneinander:

  • Die aktive Generation
    • Der Unternehmer, der bereit ist mitzumachen.
  • Die erfahrene Generation
    • Der sogenannte »Un-Ruheständler«, ein ehemaliger Mitarbeiter, der Freude daran hat, sein Wissen weiterzugeben.
  • Die kommende Generation
    • Die Jungen, die endlich praktisch etwas tun können und Anerkennung für ihr Tun bekommen.“

Neben der Heranführung an das Handwerk und der Weitergabe von Wissen werden auch Wertschätzung für die jeweils andere Generation sowie soziale Kompetenzen gefördert. Das praktische Arbeiten kann bei Jungen dieses Alters die Motivation in der Schule Einsatz zu zeigen heben, weil sie sich Ziele setzen können.

Fehler sind erlaubt, Mitdenken aber auch…. und natürlich darf auch mal ein kleiner Spaß sein.

Am Ende der Werkstattzeit ist ein selbstgewähltes Produkt entstanden - in viel Handarbeit, mit vielen Handgriffen und mit viel Know-how.


Die GenerationenWerkstatt

Die GenerationenWerkstatt ist ein Projekt der Ursachenstiftung Osnabrück.

 

Generationen übergreifend, Jugend begeisternd

 

 

 

Die Idee

 Die "GenerationenWerkstatt" ist eine Generationen übergreifende Aktion von Unternehmen im Mittelstand.

  • für die aktive Generation
  • für die kommende Generation
  • für die erfahrene Generation

Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren aus den umliegenden Schulen kommen in eine Werkstatt, lernen das Unternehmen kennen und schaffen dort etwas unternehmensspezifisch Neues. Eine erfahrene Person aus dem Un-Ruhestand unterstützt sie dabei und vermittelt wichtige Fähigkeiten.

 

Das Ziel

  • Die "GenerationenWerkstatt" vermittelt "schwerpunktmäßig den Jungen" in begeisternder Weise einen Zugang zum Handwerk, "ohne die Mädchen zu bremsen".
  • Die "GenerationenWerkstatt" fördert den Nachwuchs und gibt Erfahrungen an die nächste Generation weiter.
  • Die "GenerationenWerkstatt" weckt Begeisterung und macht Mittelstand und Handwerk bekannter und steigert ihr Image.
  • Die "GenerationenWerkstatt" schafft Kreativität und bildet eine Brücke zwischen Handwerk, Elternhaus und Schule.
  • Die "GenerationenWerkstatt" geht Netzwerke ein, sucht Kooperationspartner und fördert den Austausch untereinander.  

Ansprechpartner im Raum Osnabrück ist Herr Johannes Rahe, Vorstand der Ursachenstiftung, zu dem die Lindenschule über seine Tochter Gabriele Rahe, die als Förderschullehrerin an unserer Grundschule tätig ist, Kontakt aufgenommen haben. Es gab ein erstes Gespräch zu den Rahmenbedingungen – und dann die Suche nach einem ersten Betrieb, der dieses Projekt hier in Buer begleiten kann.

Fündig wurden wir bei Thoma Holzbau, ein Handwerksbetrieb in Buer, der einen netten und engagierten „Senior“ hat, der das Projekt mit einigen Schülern der Lindenschule durchführen möchte. Herr Günter Pawlowski heißt der gute Herr. 

Wir machen mit seinem Betrieb den Probelauf. Ziel ist es natürlich, das Projekt langfristig zu installieren, und auch vielleicht noch auszuweiten.

 

Herr Rahe war am 1. März bei uns in der Schule und hat das Projekt den Schülern der 8. Klassen vorgestellt. Die Schüler hatten daraufhin die Chance, sich offiziell mit einem Bewerbungsschreiben bei Frau Meyer für die Teilnahme anzumelden. Die Bewerbungsphase ging bis zum 11. März.

Wie geht’s weiter?

 

Nun werden die Bewerbungen geprüft und dann entschieden, welche Schüler mitmachen können. Die Zahl der Plätze ist auf 3 bis 5 Schüler begrenzt. Das Projekt ersetzt bei den Schülern in dieser Zeit den AG-Bereich.

 

Am 7. April findet die Auftaktveranstaltung im Betrieb statt, wo sich Schüler und betreuender Senior kennen lernen. Gemeinsam mit Herrn Pawlowski werden dann Themen und Ziele festgelegt.

Es kann z.B. etwas Sinnvolles/Schönes für die Schule entstehen:

ein Hochbeet / eine Bank / eine Pergola,...

Kurz vor den Sommerferien stellen die Schüler ihr Projekt dann der Schulgemeinschaft vor. Dazu werden Betreuer und Lehrer eingeladen. Die Schüler erhalten ein Zertifikat, das sich später sicherlich auch in der Bewerbungsmappe gut machen wird.

Ein tolles Projekt - praxisnah, motivierend, zukunftsweisend. Wir sind gespannt.

 

Birgit Meyer